
Devblog · · Zeitraum 25.09.–03.10.2026
Portland, Straßen und Signale
Neue Spielansichten mit Verkehr, der Betriebshof unter der I-405 und drei amerikanische Signal-Animationen.
Hallo zusammen,
zwischen Straßenbau in Naumburg und Streetcar-Gleisen in Portland ist diese Woche viel zusammengekommen. Besonders Portland wird als Stadt greifbarer: mit Haltestellen in Northwest, einem Betriebshof unter der I-405 und Ampeln, die ihren eigenen amerikanischen Charakter bekommen.
Für diesen Beitrag habe ich die Bildauswahl neu zusammengestellt und zusätzliche Ansichten im Spielrenderer aufgenommen. Diesmal sind auch Autos und Straßenbahnen zu sehen. Dazu kommen drei Animationen für die normalen Fahrzeugampeln, die Streetcar-Signale und die Fußgängeranzeigen.
Entwicklungsstand: 3. Oktober 2026. Die Bilder stammen aus verschiedenen Entwicklungszweigen. Arrangierte Spielansichten und Modellvorschauen sind beschriftet; sie zeigen nicht automatisch den Inhalt der kommenden Demo.
Naumburg: Straßen und die Flächen dazwischen
In Naumburg wachsen Straßen, Plätze und Wege zur Haltestelle weiter zusammen. Rund um Markt, Topfmarkt und St. Wenzel entsteht ein zusammenhängender Pflasterentwurf. Vorplätze, Innenhöfe und Grünstreifen sollen die Viertel miteinander verbinden. Auch der Domplatz und der Straßenbahnkorridor werden weiter ausgearbeitet.
Für die Bodenunterlage dienen echte amtliche Luftbilder als Gestaltungsgrundlage. Daraus werden Vegetation, helle befestigte Flächen und offener Boden vereinfacht abgeleitet. Wo Bäume oder Schatten den Boden verdecken, bleiben die Flächen eine Interpretation.
Im Editor lassen sich Straßen inzwischen als Kurven ziehen, an geeignete Bestandsstraßen anschließen und um zusätzliche Abbiegespuren ergänzen. Gleichzeitig arbeite ich daran, die vorhandenen Naumburger Straßen in bearbeitbare Straßenobjekte zu überführen. Schwierige Kurven und Gehwegkanten wurden weiter überarbeitet. Die flächige Erneuerung und ihre abschließende Spielabnahme bleiben in Arbeit.
Portland: Streetcar zwischen den Häuserblocks
Der Portland-Pilot reicht von Teilen von Northwest und dem Pearl District über Downtown bis zur Portland State University. Für den Einstieg konzentriere ich mich auf einen kleineren Ausschnitt rund um NW 23rd Avenue, Northrup, Marshall und Lovejoy.
Hier liegen Gleise, Haltestellen und Straßen dicht beieinander. Die Streetcar-Kurven übernehmen ihre tatsächlichen Verläufe aus den Kartendaten. Doppelte Gleisdarstellungen durch zusätzliche Ersatzachsen wurden entfernt. An den Straßenecken lässt sich dadurch besser erkennen, wie die Bahn durch den Häuserblock fährt.

Weiter östlich liegt der Streetcar-Betriebshof an Northrup. Seine Abstellgleise sind an die realen kartierten Wege angeschlossen. Darüber verläuft die I-405 mit ihren getrennten Fahrbahnen, Rampen und Markierungen. Vereinfachte Gebäudehüllen geben den Werkstatthallen eine erkennbare Form.

An dieser Stelle wurde auch die Darstellung der Fahrzeugebenen überarbeitet. Verkehr auf der Hochstraße gehört auf das Brückendeck; Fahrzeuge darunter sollen von den passenden Bauteilen verdeckt werden. Die neue Ansicht macht diesen Aufbau besser sichtbar. Die Depot- und Straßenintegration wurde gezielt geprüft. Vollständiger Linienbetrieb und Rangiersicherung brauchen weiterhin eigene Abnahmen.
Drei Arten von Signalen – und ein eigenes Stadtbild
Amerikanische Straßen sehen anders aus: Gelbe Markierungen trennen Gegenrichtungen, weiße Linien gleichgerichtete Fahrspuren. Dazu kommen US-Verkehrszeichen mit mph-Angaben und passende Ampelmodelle.
Die normalen Fahrzeugampeln gibt es mit senkrechten und waagerechten Köpfen. Das erste GIF zeigt beide Bauformen mit Rot, Grün und Gelb. In der Nahansicht werden die Gehäuse und Leuchtfelder gut erkennbar.

Für die Streetcar entstehen eigene örtliche Balkensignale. Sie zeigen Halt, Freigabe und blinkende Übergangswarnungen. Ihre Anzeigen werden getrennt von den normalen Straßenampeln gesteuert.

Auch die Fußgängerampeln bekommen ihre amerikanischen Anzeigen: die weiße Walk-Figur, die orange Hand und die blinkende Hand während der Räumphase. Das dritte GIF zeigt den Wechsel zwischen diesen Zuständen.

Die Signalmodelle sind an die vorhandene Steuerung angeschlossen. Ausgewählte Referenzkreuzungen besitzen eigene Fußgängerphasen mit Warte- und Räumzeiten. In den beiden ursprünglichen NW-Kurven bleibt die Fußgängeranzeige vorerst auf Halt. Das Zusammenspiel mit tatsächlich fahrenden und räumenden Fahrzeugen wird weiter geprüft.
Portland bekommt außerdem eigene Gebäudeformen. Lagerhäuser, Lofts und Wohnhäuser unterscheiden sich durch Dächer und Fassaden. Vier Wahrzeichenmodelle greifen Union Station, Pioneer Courthouse, das Portland Building und Big Pink auf.

Die größere Portland-Sammlung umfasst inzwischen 90 eigene Modelle für Wohnviertel, Downtown, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und den Straßenraum. Dazu gehören auch stilisierte Portland-Brücken und weitere Nahverkehrsmodelle. Die Sammlung ist auf ihrem Entwicklungszweig im Szenerie-Katalog registriert und kann dort platziert werden. Die Stadt wird damit noch nicht automatisch bebaut; Fahrzeugmodelle als Szenerie sind noch keine kaufbaren oder fahrenden Fahrzeuge.

Eine erste Modellkollektion ergänzt das durch einen US-Midibus, eine dreiteilige Streetcar, einen SUV und drei Craftsman-Häuser. Die neue Streetcar ist bereits im Studio zu sehen. Diese Kollektion wird noch ins Spiel eingebunden; die Straßenbahnen in der NW-Aufnahme oben stammen aus dem bestehenden Fahrzeugbestand.

Mehr Alltag auf und neben der Straße
Auch außerhalb von Portland geht es bei den Haltestellen weiter. Buslinien können bevorzugte Haltebuchten und erlaubte Alternativen erhalten, getrennt nach Hin- und Rückrichtung. Mehrere Buchten eines Busbahnhofs erscheinen dabei als eine öffentliche Station.
Die Fußwegsuche berücksichtigt zusätzliche Anschlusspunkte und zulässige Umwege. Erste bewegte Radfahrer nutzen ausdrücklich angelegte Radkorridore. Für Portland entsteht ein eigenes importiertes Fuß- und Radnetz. Ein vollständig verbundenes Netz für die gesamte Stadt ist damit noch nicht erreicht.
Im Fahrzeugstudio wurden unter anderem die Fronten und Zielanzeigen von H12 und H18 sowie der Stromabnehmer-Unterbau der T15 überarbeitet. Ein klassischer sechsachsiger Gelenkwagen erweitert die Straßenbahnauswahl. LED-, Flip-Dot- und Rollbandanzeigen lassen sich in der Vorschau vergleichen.
Für Busse gibt es ein erstes Audiopaket mit Antrieb, Rollgeräusch, Bremsluft und Türen. Die selbst erzeugten Platzhalterklänge werden noch am tatsächlichen Spielbetrieb abgestimmt. Dazu kommen Arbeiten an Fahrzeuglicht und Baustellen, die Fahrbahnen sperren oder den Verkehr durch eine Engstelle führen. Auf einem weiteren Portland-Zweig entstehen regional zugeordnete Polizei-, Rettungs- und Feuerwehreinsätze; ihre Gesamtprüfung ist noch offen.
Höhen nachvollziehen, die Karte flüssiger bewegen
Für Naumburg und Portland entstehen Geländeansichten mit Relief, Höhenlinien und einem Profilinspektor. In Portland lassen sich verbundene Gleis- und Wegabschnitte inzwischen als zusammenhängendes Geländeprofil betrachten. Das Bild zeigt den Verlauf entlang des NW-Gleisblocks.

Diese Ansicht hilft, Höhenunterschiede unter Straßen und Gleisen nachzuvollziehen. Die Werte beschreiben zunächst den Boden. Unabhängig bestätigte Fahrbahn- und Brückenhöhen, eine vollständige geneigte Weltansicht und Steigungsphysik bleiben weitere Schritte.
Parallel wird unveränderte Straßen-, Fußgänger- und Szeneriegeometrie stärker wiederverwendet. Das reduziert wiederholte Vorbereitungsarbeit beim Verschieben und Zoomen. Gezielte Prüfungen und Messungen zeigen Fortschritte in einzelnen Bereichen; längere Spielsitzungen mit dichtem Verkehr müssen weiterhin gemessen werden.
Demo und nächste Schritte
Die Naumburg-Demo und ihr Shopauftritt wurden Ende September bei Valve zur Prüfung eingereicht. Einen Termin nennen wir, sobald Valve die Demo freigegeben hat. Die Demo besitzt einen eigenen Entwicklungsstand. Spätere Arbeiten aus diesem Beitrag gehören deshalb nicht automatisch zu ihrem Inhalt.
Als Nächstes stehen in Naumburg die schwierigen Straßenstellen und das Zusammenspiel der neuen Werkzeuge im Vordergrund. In Portland möchte ich den vorbereiteten Streetcar-Ausschnitt mit Depot, Rampen und Signalen im tatsächlichen Linienbetrieb weiter prüfen. Die Testpause ist beendet, und gezielte Serverprüfungen laufen wieder.
Was möchtet ihr im nächsten Beitrag genauer sehen: eine Fahrt durch Naumburg, den Portland-Betriebshof oder die neuen Fahrzeugmodelle? Schreibt es mir gern in die Kommentare.
Bis zum nächsten Entwicklertagebuch!