
Devblog · · Zeitraum 21.–24.09.2026
Straßen selbst bauen, Ampeln nach Maß und neue Fahrzeuge
Straßenbau mit Vorlagen, echte Parkplätze, ein Baukasten für Ampelmasten, Unfälle mit Rettungsdienst, Fußgänger und 72 neue Fahrzeugmodelle.
Die Bilder zeigen Entwicklungsstände aus verschiedenen Zweigen. Arrangierte Szenen und Modellvorschauen sind beschriftet und zeigen nicht automatisch den Inhalt der Demo.
Hallo zusammen,
diese Woche war eine der vollsten bisher. Im Mittelpunkt stand eine große Frage: Wie baut man in LineManager eigene Straßen, auf denen der Verkehr dann auch wirklich fährt? Dazu kamen Parkplätze, Ampeln, Straßenlaternen, Brücken, Unfälle mit Rettungsdienst, Fußgänger und eine ganze Flotte neuer Fahrzeuge.
Vieles davon läuft bereits in meinem Testbuild, einiges ist noch in Arbeit und wird in den nächsten Wochen zusammengeführt. Bei jedem Abschnitt steht deshalb der aktuelle Stand. Die Bilder stammen aus meinem Fahrzeugstudio und den automatischen Bildtests des Spiels.
Die Woche in Kürze
- Straßen aus Vorlagen bauen, Autos und Busse fahren darauf
- Kreuzungen mit Vorfahrt, rechts vor links oder Ampel
- 77 echte Naumburger Parkplätze, Park-and-Ride am Bahnhof
- Ein Baukasten für Ampelmasten mit gebogenen Auslegern und Leuchtpfeilen
- Unfälle mit Rettungswagen, Polizei und Umleitungen
- Fußgängerfiguren mit Gehbewegung
- 72 markenfreie Fahrzeugmodelle, darunter eine Straßenbahn mit Falttüren
Straßen selbst bauen
Im Karteneditor gibt es jetzt vier Straßenvorlagen: Wohnstraße (6 m), zweispurige Hauptstraße (8,5 m mit Leitlinie), Einbahnstraße (4,5 m) und Kreisverkehr (7 m breiter Ring mit 14 m Radius). Gehwege sind jeweils 2 m breit.
Beim Ziehen zeigt eine Vorschau, wo die Straße entsteht. Sie rastet an Straßenenden, Achsen und Bordsteinen ein, außerdem in 45°- und 90°-Schritten und am Raster. Mit Alt schaltet man das Einrasten ab. Breite und Radius lassen sich an Griffen nachziehen, Strg+D dupliziert, und jeder Zug ist genau ein Rückgängig-Schritt.
Das Wichtigste: Gebaute Straßen gehören zum Verkehrsnetz. Autos, Busse, Lkw und Einsatzfahrzeuge fahren darauf, den Kreisverkehr gegen den Uhrzeigersinn.

Kreuzungen bekommen eine Bordsteinrundung von 2 m. Trifft eine kleinere auf eine größere Straße, gilt automatisch „Vorfahrt achten“. Im Kreuzungspanel stellt man rechts vor links, die Vorfahrt je Zufahrt oder eine Ampel ein und kann einzelne Abbiegerichtungen verbieten.
Vorhandene Straßen umbauen: Die aus OpenStreetMap importierten Straßen lassen sich neu gestalten, mit Vorlage, Breite (4,5 bis 10,5 m), Gehweg links oder rechts und Belag wie Asphalt oder Kopfsteinpflaster. In Arbeit sind außerdem Einbahnstraßen per Schild, das Verschieben des Straßenverlaufs um bis zu 3 m und neue Straßen, die mitten an eine vorhandene anschließen.

Für die Feinarbeit gibt es Rad- und Schutzstreifen, Zebrastreifen und Ampelfurten, Sperrflächen, Bordsteinhöhen von 0 bis 18 cm, Richtungspfeile, Parkbuchten und Naturflächen aus Rasen, Erde, Sand oder Kies mit weichem Rand. Diese Werkzeuge führe ich gerade mit dem neuen Straßenbau zusammen.


Im Objekteditor kann man jetzt mehrere Objekte als Gruppe auswählen (Umschalt+Klick oder Rahmen), Gruppen kopieren und als Ensemble speichern. Eine Bank mit Mülleimer und Laterne muss man also nur einmal zusammenstellen.
[EIGENE SPIELAUFNAHME: eine Straße in Naumburg bauen]
Stand: Vorlagen, Kreuzungen, befahrbare Straßen und der Umbau vorhandener Straßen laufen im Testbuild. Die Detailwerkzeuge und das Anschließen an vorhandene Straßen sind in Arbeit.
Parken in Naumburg
Naumburg hat jetzt seine 77 echten Parkplätze aus OpenStreetMap. Autos fahren sie gezielt an und belegen dort einen Stellplatz, bis zu 24 Pkw gleichzeitig. Wie knapp Parkplätze sind, fließt in die Wahl des Verkehrsmittels ein. In der Nahansicht sieht man Bordstein, Zufahrt, P-Schild und Stellplatzlinien im Maß 2,6 × 5 m.
Am Parkplatz Bahnhof gibt es Park-and-Ride: Dort stellen bis zu sechs Pendler ihr Auto für den ganzen Tag ab. Veranstaltungen nutzen die Parkplätze in ihrer Nähe.

Neu gestaltet werden gerade die größeren Anlagen. Ab 40 Stellplätzen wird jeder achte Platz zur Baumscheibe, an der Einfahrt liegen zwei Behindertenparkplätze, gebührenpflichtige Plätze bekommen eine rot-weiße Schranke. Parkhäuser zeichnet das Spiel nicht mehr als offene Fläche.


[EIGENE SPIELAUFNAHME: volle Parkplätze in der Stadt]
Stand: Parkplätze, Parkdruck und Park-and-Ride laufen im Testbuild. Baumscheiben, Behindertenplätze und Schranken sind fertig, aber noch nicht im Testbuild.
Ampeln nach Maß
Die Ampeln haben jetzt deutsche 3D-Köpfe: Fahrzeug- und Fußgängerampeln, zweifeldige Signale und die Signale für Bus und Straßenbahn.

Neu ist ein Baukasten für Ampelmasten. An einem Mast sitzen bis zu sechs Köpfe, aufgeteilt in bis zu vier Untergruppen. Es gibt den einfachen Mast, Ausleger nach links oder rechts und einen gebogenen Ausleger nach Fotovorlage mit einem 4 bis 6 m hohen und 2 bis 8 m langen Querarm. Leuchtpfeile für links, rechts, geradeaus und kombiniert sind dabei. Vorerst sind sie reine Optik, getrennte Abbiegephasen kommen später.

Im Karteneditor lassen sich Schaltgruppen und Phasen bearbeiten. Jeder Kopf bekommt eine von vier Phasen, dazu gibt es Programme für den Normalbetrieb, die Spitzenzeiten und Veranstaltungen.

Stand: Die 3D-Ampelköpfe laufen im Testbuild, Mastbaukasten und Phasenprogramme sind in Arbeit.
Licht an: Straßenlaternen
Drei Laternen sind dazugekommen: Auslegerleuchte (5,55 m), historische Laterne (5,97 m) und Kugelleuchte (4,30 m). Man setzt, dreht und skaliert sie im Objekteditor. Zwischen 20 und 6 Uhr leuchten sie warm und werfen einen weichen Lichtfleck auf den Boden.

Stand: in Arbeit.
Brücken, Wenzelsmauer und Bäume
Zehn neue Bauwerksmodelle: die Saalebrücke bei Henne mit fünf Steinbögen, die grüne Fachwerkbrücke der Unstrutbahn bei Roßbach, eine Steinbogenbrücke, eine Beton-Straßenbrücke, eine Stahlträger-Bahnbrücke, eine hölzerne Fußgängerbrücke sowie die Naumburger Wenzelsmauer mit geradem Modul, Ecke und Rundbogentor. Mauer, Tore und Türme stehen an 51 Stellen in der Stadt.
Wo Straßen, Wege oder Gleise ein Gewässer queren, entsteht die Brücke jetzt automatisch.

Dazu kommen 132 Bäume an der Wenzelsmauer und an beiden Saalebrücken: Eichen, Buchen, Birken und Linden.

Stand: in Arbeit. Die Modelle sind nachempfunden und nicht vermessen.
Unfälle und Rettungsdienst
In Naumburg kracht es jetzt gelegentlich. Der erste Unfall passiert nach etwa zehn Spielminuten, danach vergehen mindestens 30 Minuten bis zum nächsten, und es gibt höchstens zwei gleichzeitig. Unfälle haben vier Schweregrade.
Die Einsatzkräfte sind begrenzt: zwei Rettungswagen und zwei Streifenwagen. Vor Ort gibt es Warnblinker und Pylonen, eine Sperrung in eine Richtung oder ganz, und Busse wie Autos werden umgeleitet. Ist die Unfallstelle geräumt, wird die Straße wieder freigegeben.

Auch am Klinikum und am Polizeirevier ist Betrieb: Rettungs- und Streifenwagen rangieren aus der Wache und kehren zurück, auf dem Gelände gehen Menschen umher.

[EIGENE SPIELAUFNAHME: Unfall mit Rettungswagen und Umleitung]
Stand: läuft im Testbuild.
Fußgänger
An den Haltestellen stehen jetzt richtige Menschen. Es gibt zehn Figurentypen, von Pendlern und Geschäftsleuten über Reisende mit Koffer bis zu Senioren mit Gehstock, jeweils mit 16 Blickrichtungen und acht Gehphasen. Zu sehen sind sie bisher am City-Busstopp und am Busbahnhof am Hauptbahnhof.


Außerdem gehen die ersten Menschen durch die ganze Stadt, mit 1,3 m/s auf den Gehwegen und bis zu 512 gleichzeitig. Ehrlich gesagt ist das Gehwegnetz noch lückenhaft: Von 4.310 Fußwegen am Tag finden bisher nur 550 einen durchgehenden Weg. Daran arbeite ich als Nächstes.

Neue Fahrzeuge
Im Fahrzeugstudio sind jetzt 72 markenfreie Modelle. Im Spiel kann man daraus diese Busse wählen: U12, K12, G18, E12, E18, H12, H18, A12, R12, R18 und B115, dazu die Straßenbahnen T16, T16Z, T24, Z20, M32, Z28 und T15. Mein Liebling ist die T15, ein klassischer Vierachser mit Falttüren im Tatra-Stil, vier Flügel je Einstieg.




Auch der Straßenverkehr wird bunter, mit 26 Modellen und zusätzlichen Referenz-Pkw, zuletzt der großen Limousine EL49 und dem Sportwagen GT45 mit Heckflügel.

Im Betriebshof lassen sich Busse kaufen und das Modell eines Busses wechseln.

Oberleitung und Gleise
Die Oberleitungsmasten halten jetzt Abstand zu Fahrbahn und Gleis. Wo Häuser dicht an der Strecke stehen, hängt der Fahrdraht an Wandösen an der Fassade. Am Hauptbahnhof spannen Querabspannungen bis zu 20 m weit, dort stehen nur noch zwei statt acht Masten.
Bei den Gleisen gibt es drei neue Oberbauarten für die Straßenbahn: Pflaster, Kiesbett und Betonplatte. Außerdem bekommen Gleise ein maßstabsgetreues Gleisbett mit Schwellen, und Weichen zeigen ihre Einzelteile: Zungen, Herzstück, Radlenker und Antrieb.
Stand: Die Oberleitung läuft im Testbuild, die Gleisarbeiten werden gerade zusammengeführt.
Hinter den Kulissen: Naumburgs Straßen aus dem Luftbild
Damit Naumburgs Straßen so breit sind wie in echt, habe ich ein Werkzeug gebaut, das die Straßenflächen aus dem amtlichen Luftbild von Sachsen-Anhalt nachzeichnet. Unter Baumschatten hilft das Infrarotbild, die amtlichen Verkehrsflächen setzen die Grenzen. Seit dieser Woche läuft die ganze Stadt über feste Straßenprofile von 4,5 bis 10,5 m: 547 Straßenzüge und 1.167 Gehwegflächen. Das ist noch Werkzeugarbeit und nicht im Spiel, bildet aber die Grundlage für ein originalgetreues Straßenbild.
Kleinigkeiten
- Menüs in der Kopfleiste öffnen sich beim Überfahren, die eingeklappte Seitenleiste zeigt ihren Inhalt als Flyout.
- Ein kompakteres Spielmenü mit vier Aufgabenbereichen ist in Arbeit.
- Beim Verschieben und Zoomen der Karte werden die Umrisse der Szenerie wiederverwendet statt neu berechnet.
Wie geht es weiter?
Nächste Woche führe ich die vielen Arbeitsstände zusammen und prüfe alles im laufenden Spiel. Danach schließe ich die Lücken im Gehwegnetz, damit die Naumburger wirklich zu Fuß zur Haltestelle kommen.
Wie gefallen euch die neuen Straßenbahnen? Und welche Straße in Naumburg würdet ihr als Erstes umbauen? Schreibt es mir gern in die Kommentare.
Bis nächste Woche!